ROC Mineralguss Geschichte

Geschichtliche Entwick
lung des Mineralguss im 
Maschinenbau

Die Suche nach Alternativen zu metallischen Werkstoffen, vor allem im Werkzeugmaschinenbau, setzte schon während des zweiten Weltkrieges ein. Bessere Schwingungsdämpfung und gute Verfügbarkeit des Materials standen im Zentrum der Bemühungen. In dieser Zeit wurden in Deutschland erste Drehmaschinenbetten aus Beton gefertigt und getestet, was aber vorerst zu keinem durchschlagenden Erfolg führte.

Erst um 1960 wurden Werkzeugmaschinenbetten industriell aus hydraulischem Beton hergestellt. Dieser Beton hatte jedoch zwei entscheidende Nachteile, nämlich die sehr geringe Zugfestigkeit und das problematische Verhalten gegenüber Flüssigkeiten. Maschinenbauteile wurden in späterer Folge aus dem im Bauwesen bereits bekannten Polymer oder Reaktionsharzbeton hergestellt. 

Nach einigen Jahren des Suchens nach dem geeigneten Bindemittel setzte sich dann der Mineralguss auf Epoxyd-Basis durch. Die Mängel des hydraulischen Betons konnten dadurch vermeiden werden, die Herstellung war jedoch immer noch anspruchsvoll und teuer. In den späten 70er Jahren begannen Unternehmen im Schleifmittelsektor Schleifmaschinenbetten aus Mineralguss herzustellen. Auch kleinere Unternehmen aus anderen Bereichen entdeckten den Mineralguss für sich, sodass sich in den 80er Jahren die Anwendung des Werkstoffes im Werkzeugmaschinenbau verbreitete. In den 90er Jahren war der Werkstoff bereits so gut weiterentwickelt, das ihn verschiedene Hersteller in der CH, DE, und den USA einsetzten um Messgeräte, Holzbearbeitungsmaschinen oder Vorrichtungen herzustellen.
 
Heute gilt die Mineralgusstechnologie als vielfach erprobte und wirtschaftliche Alternative zu metallischen Werkstoffen im Serienbau von  Maschinen und Geräten. Die Gestaltungsrichtlinien sind etabliert und es kann auf gesicherte Werkstoffdaten zurückgeriffen werden.