ROC Mineralguss Technologie 

Die Technologie für den Vorrichtungs und Spannmittelbau
 
Mineralguss ist ein Zweistoffsystem, bestehend aus mineralischen Füllstoffen und einem Epoxydharz als Bindemittel. Der Anteil der Mineralien liegt bei etwa 90 Gewichtsprozenten, weshalb diese Material- komponenten hauptsächlich die Werkstoffeigenschaften bestimmen. Das Epoxydharz besteht aus flüssigem Harz und Härter.



Mineralguss wird im Kaltgießverfahren unter Verwendung von maßgenauen Negativ-Formen bei Raumtemperatur vergossen. Die in verschiedenen Korngrößen dosierten Mineralien und das noch  
flüssige Bindemittel werden im Mischprozess intensiv miteinander vermengt und anschließend unter Vibration in einer Gießform vergossen, sodass ein homogenes Gefüge entsteht. Die anschließende Aushärtung ist ein exothermischer Vorgang der in etwa 12 Stunden andauert. Nach dieser Zeit kann das Entformen stattfinden und die Abgüsse stehen für allfällige, weitere Bearbeitungen bereit. Ein sehr wesentlicher Vorteil des Mineralguss-Verfahrens besteht in der formtreuen, maßgenauen Abformung. Dadurch können Einbau-Elemente wie Gewindeeinsätze, Platten, Führungen, Rohre usw. passgenau in der Gießform platziert werden, meist ohne mechanische Nachbearbeitung nach dem Abguss. Weitere Vorteile für den Bereich des Vorrichtungs und Spannmittelbaus sind die sehr gute Schwingungsdämpfung, das geringe Gewicht (Dichte 2.3 kg/dm 3 ) des Werkstoffes und die gestalterischen Freiheiten.

Aus diesen Eigenschaften entstehen für den Endkunden entscheidende Vorteile wie  
wirtschaftlicher Einsatz auf seinen Bearbeitungsmaschinen (Geschwindigkeit, Werkzeugverschleiß 
und Oberflächengüte), kurze Beschaffungszeiten und interessante Beschaffungspreise. Die spezifischen Werkstoffeigenschaften erfordern  ein dem Anwendungsfall angepasstes Engineering, eröffnen aber gerade im Bereich des Vorrichtungsbaus flexible Lösungen und tragen so zum wirtschaftlichen Einsatz des Verfahrens bei.